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Category Archive:Tech allgemein

Paypal: Fügen Sie eine Kreditkarte hinzu, um den Einkauf abzuschließen.

Trotz Guthaben kommt bei Paypal im Zuge einer Zahlung die Aufforderung, eine Kreditkarte hinzuzufügen.

Aber ich besitze erstens keine und zweitens weiß ich auch nicht, was es soll, eine Kreditkarte hinzuzufügen, wenn hunderte Franken Guthaben auf dem Paypalkonto sind und ich eine Zahlung einer Rechnung von 5 Franken an Hostpoint sowie weitere Rechnungen des Anbieters bezahlen will, die alle durch Guthaben auf dem Paypalkonto gedeckt sind.

Es ergibt auch keinen Sinn, über 3,5% Paypalgebühren (zzgl. der Einmalgebühr) zu zahlen und dann zusätzlich noch Kreditkartenkosten, weil dann von einer Kreditkarte abgebucht wird.

Dann könnte man ja gleich mit Kreditkarte zahlen, abgesehen davon, daß ich keine habe und keine will.

Erneuter Versuch, mit Paypal zu zahlen, diesmal die nächste Rechnung über 35 Franken. Vllt. lag es ja an der Referenznummer oder irgendetwas anderem:

Genau das Gleiche.

Schon wieder Aufforderung, eine Kreditkarte hinzuzufügen kommt.

Die Frage ist, ob das von Hostpoint oder von Paypal so festgelegt ist.

Bei Paypal hatte ich sonst noch nie die Aufforderung erhalten, eine Kreditkarte hinzuzufügen, was ja auch keinen Sinn macht.

Denn Paypal ist ja gerade eine Alternative zu einer Kreditkarten-Zahlung.

Digitale Werbung versus “herkömmliche” Werbung

Digitalisierung liegt in aller Munde.

Und es gibt Stimmen, die sagen, daß man heutzutage digital werben muß, nicht körperlich (physisch).

Also nicht mit Werbeartikeln wie bedruckten Feuerzeugen (Gastro), Zollstöcken mit Werbebeschriftung (Bau, Handwerk usw.) oder mit Zündhölzli-Packungen, die Werbung aufgedruckt haben.

Es stellt sich hierbei die Frage, wieweit das stimmt.

Als Internetagentur ist man selbstverständlich der Meinung, daß digitale Werbung im Kommen ist, die “herkömmliche” im Sterben.

Noch dazu, wenn man zugleich Internetzeitungen herausgibt und beobachtet, wie die Papierzeitungen sterben.

Früher war es der Stolz jeder mittelständischen, kleinbürgerlichen, großbürgerlichen Familie genauso wie von Angehörigen der Oberschickt, den Brockhaus oder andere Lexika in den Wohnzimmern oder Arbeitszimmern zu haben.

Heute will keiner mehr diese Platzverschlinger mehr. Wikipedia ist der neue Brockhaus, was aufgrund der anonymen Struktur hier freilich neue Probleme mit sich bringt.

Doch so oder so:

Alles digitalisiert sich. Alles wird entmaterialisiert.

Alle sprechen von Digitalisierung, von digitaler Werbung

Digitalisierung ist in aller Munde.

Buchhaltungen verschlingen nicht mehr ganze Ordnerwände, weil man die Buchhaltung 10 Jahre lang aufbewahren muß.

Fotoalben von Familien werden digitalisiert und entmaterialisiert.

Alle lesen “onlein” am Bildschirm am Compi oder Smartfon.

Wer will da also noch auf herkömmliche Werbeformen setzen und sich gegen den Trend stemmen? Es wäre wohl so, dies zu tun, als würde man beim Aufkommen des Autos weiterhin auf das Pferd setzen, sagen viele.

Doch stimmt das überhaupt, daß sich nur noch digitale Werbung lohnt?

Hinterfragen wir es einmal und schauen wir uns an, was Werbung machen will.

Sie will die Leute erreichen.

Die Leute sind immer mehr im digitalen Raum und daher ist auch klar, daß immer mehr digital geworben wird.

Nur: Der Mensch hat weiterhin einen Körper. Auch, wenn er viele viele Stunden vorm großen und kleinen Bildschirmen setzt, sich sogar schon virtuelle Identitäten zulegt usw. usf.

Er lebt noch in Häusern, er lebt nicht als digitales Wesen, er ist körperlich.

Es gibt also durchaus zahlreiche Augenblicke, wo er nicht vor dem Bildschirm ist. Momente, in denen er sich anderswo aufhält.

Besonders augenscheinlich ist dies bei bestimmten Berufsgruppen oder Gesellschaftsgruppen.

Bierdeckel-Werbung oder Werbung auf Weinuntersetzern auch in Zeiten der Digitalisierung aktuell

Als soziales Wesen wird der Mensch in Zeiten der Vereinsamung, der Kokonisierung, wie es Sozialforscher nennen, auch immer Kneipen, Beizen, Bars geben, in denen Menschen zusammentreffen.

Bierdeckel-Werbung macht auch in Zeiten der Entmaterialisierung Sinn. (Foto: Pixa)

Bierdeckel-Werbung macht auch in Zeiten der Entmaterialisierung Sinn. (Foto: Pixa)

Hier kann durchaus Bierdeckel-Werbung sinnvoll sein.

Also körperliche Werbung.

Denn in Bars und Beizen ist es noch nicht so, daß jeder nur ins Smartfon starrt.

Allenfalls in ein Glas Bier oder einen Longdrink oder ein Glas Wein.

Körperliche (physische) Werbeformen können weitaus zielsicherer und erfolgreicher sein

Mit WErbung bedruckte Zollstöcke als nicht-digitale Werbeform laufen auch weiterhin, anders als etwa der Verkauf des Brockhaus-Lexikons. Und daß der Zollstock als Werbung weiter gefragt ist, hat durchaus gute Gründe (Fotoquelle: www.zollstock-fritz.de9

Mit WErbung bedruckte Zollstöcke als nicht-digitale Werbeform laufen auch weiterhin, anders als etwa der Verkauf des Brockhaus-Lexikons. Und daß der Zollstock als Werbung weiter gefragt ist, hat durchaus gute Gründe (Fotoquelle: www.zollstock-fritz.de)

Noch krasser wird es aber bei bestimmten Berufsgruppen.

Zwar weiß ich als Inhaber einer Internetagentur, daß viele Baufirmen heute ihren Arbeitern teilweise Täbletts (tablets) geben, um die Stunden zu erfassen und Baufortschritte zu dokumentieren, aber das sind am Tag nur wenige Minuten der Gesamtarbeitszeit.

Genauso bei Handwerkern, z. B. bei Holzarbeiten, Schreiner, Zimmermanns-Leute usw.

Wer hier auf digitale Werbung setzt, um Bauprodukte oder Arbeitshandschuhe oder sonstwas, was er einer solchen Zielgruppe anbieten / verkaufen will,  der ist verloren.

Wer hingegen einen bedruckten Meterstab mit Werbung versieht, einen Zollstock, auf welchem eine Werbebotschaft ist, der kann sich 100%tig sicher-sein, daß er täglich angesehen wird.

Und dies natürlich unterbewußt, subliminal.

Werbefachleute wissen aber, daß so Werbung am besten wirkt.

Davon können sogar Werber im digitalen Raum nur träumen: Jemand, der täglich ihre Werbung sieht, weil er sich in der Hand hat und drauf-schaut, wenn er mißt.

Denn am Bildschirm, da klickt man Werbung weg, klickt man Seiten weg.

Ein Handwerker, der einen Zollstock beruflich braucht, “klickt” ihn nicht weg.

Auch das Feuerzeug und Zündhölzli-Werbung weiterhin aktuell

Genausowenig auch ein Raucher, der ein Feuerzeug mit einer Werbung hat.

Er nutzt es, bis es leer ist und lädt es sogar auf, wenn es ein wiederbefüllbares ist.

Auch das Feuerzeug kann eine gute Werbequelle sein. (Foto: Schlagwort Internetagentur)

Auch das Feuerzeug kann eine gute Werbequelle sein. (Foto: Schlagwort Internetagentur)

Tote Webagenturen, Internetfirmen-URLs, die gelöscht wurden

Am Internetmarkt ist eine Konsolidierung im Gange.

Das ist schon lange zu beobachten.

Hier eine Liste toter Webagenturen. Die Liste ehemaliger Internetagenturen für Webgestaltung, Kommunikation im Internet, Internetwerbung usw. usf. erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Es sind einfach Internetagenturen, die es einmal gab und nicht mehr gibt.

Sollte Ihre Webagentur nicht mehr erreichbar sein, können Sie uns dies schreiben, damit wir die Liste vervollständigen.

Internet im Wandel

Daß zahlreiche Internetagenturen schließen zeigt nicht nur, daß es nicht so einfach ist mit einer Webagentur oder Internetmarketingagentur dauerhaft Geld zu verdienen und möglicherweise auch, daß es anspruchsvoller ist, als viele Internetfirmengründer einmal dachten.

Und es zeigt, daß bei der Wahl der Internetfirma durchaus auch ein Faktor ist, zu schauen, wie langlebig die Aussichten für das Bestehen sind.

Oft sich kleinere Agenturen billiger, was ein Vorteil ist. Aber so schnell, wie sich das Internet wandelt, kann eine Webseite schnell veraltet sein und man braucht dann Hilfe, sie zu aktualisieren. Wenn es dann die Webagentur nicht mehr gibt, muß man sich nach einer neuem umsehen.

Man kann schon seit längerem monatliche Listen führen von Internetagenturen, die schließen.

Liste April 2019

Webseite inaktiv seit April 2019:

webdesign-by-zwahlen.ch

TecnoLabs.ch

Eine Internetagentur, die in keiner Landessprache der Schweiz, sondern in Spanisch oder sowas publiziert hatte.

Offenbar Chile-Bezug.

Squarefish.ch

Der Quadratfish ist ein beliebter Name für Internetagenturen aber steht nicht unbedingt für Beständigkeit. Im In- und Ausland gibt es viele geschlossene Webagenturen mit diesem Namen.

Im deutschsprachigen Bereich ist der Name außerdem für Tippfehler vorprogrammiert also nicht ideal für Wiedererkennung und Auffindbarkeit.

WebRichner.ch

Online-Kommunikation in St. Gallen.

GT-Graphik.ch

Eine weitere ehemalige Webagentur-Seite, die seit April 2019 nicht mehr erreichbar ist.

Grafikzone.ch

Ausriß aus dem alten Inhalt der Webgestaltungsagentur:

Wie definieren Sie den Begriff Multimedia?
Multimedia wurde lange Zeit leider als Zauberwort verstanden. Der Begriff galt als Erfolgsrezept mit allen möglichen Sinngehalten. Eigentlich handelt es sich aber um nichts anderes, als den Einsatz verschiedener Medien zugleich. Das «Verschiedene / Multi…» bezieht sich auf die Bereiche Bild, Grafik, Animation, Film, Text sowie Ton. Einsatzgebiete sind Fernsehen, Computer, CD-Rom bzw. DVD-Produktionen, Computer-Lernprogramme (CBT), Präsentationen oder digitale Visitenkarten.
Interaktivität ist dabei das Qualitätsmerkmal, Maßtab für den didaktischen Aufbau einer multimedialen Produktion.
Sprechen wir vom selben?

WebInterim.ch

Hier handelt es sich nicht um eine richtige Webagentur-Seite, sondern um einen Anbieter, der Praktika für Webmarketing, Webgestaltung usw. angeboten hatte.

Auszug aus der früheren Webpräsenz:

Stages ouverts

La durée des stages est en principe de 3 mois.

D’autres durées et une éventuelle rétribution peuvent être convenus, selon accord entre les stagiaires et l’entreprise offrant le stage.

Pour consulter le réglement d’organisation des stages, veuillez cliquer ici

En ce moment, nous n’avons pas de stage à vous proposer, cependant nous sommes en contact avec plusieurs entreprises intéressées, et la liste des stages disponibles sera publiée ici prochainement.

Si vous désirez être informé-e aussitôt qu’une place de stage sera disponible, cliquez ici pour accéder au formulaire d’inscription,

StarWebsites.ch

Web-Grafiker.ch

Webgraphic.ch

So sah der Webgestaltungs-Anbieter 2003 aus:

Designfrog.ch

Zirka von 2008 bis 2018.

So sah die Seite der Internetagentur einstmals aus:

Webgraphik.ch

Netvision.ch (übernommen)

netvisio.ch

Webgears.ch

Masternet.ch

1996 Internetdienstleistungen für Geschäftskunden

https://web.archive.org/web/19961221050430/http://www.masternet.ch/

Freibeuter Media

http://freibeutermedia.ch/

Schwerpunkte der ehemaligen Schweizer Webagentur: Content Marketing, Event Management, SEO, Social Media und AdWords

Bargeldabschaffung: Bargeld vs. digitales Geld betrachtet in punkto Freiheit vs. Kontrolle

Cham24 post on März 29th, 2019
Posted in Tech allgemein Tags:

Viele Regierungen in Europa wollen am liebsten Bargeld abschaffen.

Je schlechter die jeweiligen Regierungen wirtschaften, desto größer die Anstalten, Bargeld möglichst abzuschaffen.

So hätte die jeweilige Regierung vollkommene Kontrolle über die Werte der Bürger. Häuser und Wohnungen sind im Grundbuch eingetragen und haben als Immobilien die negative Eigenschaft immobil, also unbeweglich zu sein.

So wurde zum Beispiel via Lastenausgleich nach dem 2. Weltkrieg auf die Immobilienbesitzer von Restdeutschland vom Staat zugegriffen.

Doch auch digitales Geld auf dem Konto kann man leicht sperren.

Sie glauben nicht, daß sowas passiert? Dann schauen Sie mal nach Griechenland oder Zypern. In diesen Ländern kriegten die Leute plötzlich nur noch 50 Euro am Bankomaten und Konten wurden vielfach vom Staat leergeräumt.

Weiterer Faktor: Bürgerüberwachung

Vor einigen Tagen sah ich ein Video, in dem gezeigt wurde, daß man in Schweden vielerorts nicht mehr mit Bargeld zahlen kann.

In diesem skandinavischen Land werden sogar Kleinstbeträge wie 20 Eurocent mit Kreditkarte und anderen digitalen Zahlungsformen beglichen.
Wer mit Bargeld zahlen will bzw. als Händler Bargeld noch annimmt wird mit extrem hohen Kosten malträtiert.

Es heißt, Bargeld zu verarbeiten (automatisiert zu zählen) sei ein Kostenfaktor. So die Banken. Als ob es keine Kosten (Rechenleistung, Hardware, Strom usw. usf.) verursachen würde, digitales Fiatgeld zu “zählen”.
Natürlich ist das auch nicht kostenfrei, sondern kostet auch.

Hierbei geht es nicht nur um Bequemlichkeit, sondern natürlich auch – wie oben schon angeschnitten – um Bürgerrechte, um Überwachung und Kontrolle oder Freiheit.

Wenn man manche Schweden-bargeldlos-Videos so sieht, fragt man sich aber auch anderes.
In punkto gläserner Bürger stellen sich fragen.

Was passiert mit dem Politiker, der – um einen den “klassischen Fall” zu bemühen, der ein Etablissement besucht und dort mit Kreditkarte oder anderem digitalem Geld zahlt?

Er wird klar erpreßbar. Potentiell zumindest. Auch 20 Jahre später kann man den Bordellbesuch noch nachweisen.

Geheimdienste sollen solche Daten angeblich sammeln, was nicht einmal allzuweit hervorgeholt scheint.
Aber man muß nichtmal soweit gehen.

Bild: Model einer Escortagentur ( Quelle: www.adorable-escort-muenchen.de )

Bild: Model einer Escortagentur ( Quelle: www.adorable-escort-muenchen.de )

Auch eine Kreditkartenabrechnung, die irgendwo herumliegt und in falsche Hände (Eherfrau, politische Konkurrenten usw. usf.) gerät, reicht schon für einen Skandal.

Schweden: Moralisten freuen sich vermutlich

In Schweden, wo auch bei Alkohol noch die hohe “Moral” der hohen Besteuerung gegen Alkoholkonsum gilt, also man versucht, mit hohen Preisen etwas in Richtung Prohibition zu gehen (wenn man es etwas überspitzt formulieren will), dürften sich die Moralisten freuen.

Denn auch das sogenannt älteste Gewerbe der Welt dürfte an Beliebtheit bei Politikern und anderen Leuten des öffentlichen aber auch privaten Lebens stark leiden unter der ausschließlich digitalen Zahlungsmöglichkeiten.

Doch zurück zum Alkohol.

An Universitäten besonders im Süden, der mehr bevölkert ist und näher zum “Festland” Europas liegt werden organisiert Reisen zum Trinken nach Deutschland angeboten.

Ganze Busunternehmen leben nur von diesen Reisen, auch die Fährunternehmen freuen sich über diese Umsätze.

Und wer weiß, vielleicht fahren Schweden, zumindest prominente auch zu anderen Zwecken aufs Festland…

Bargeldverbote oder Quasi-Abschaffungen führen vermutlich genauso wie Verbote oder Drangsalierungen wie beim Alkoholkonsum auch zu Verlagerungen.

 

 

Wikipedia als lauteste Stimme gegen EU-Urheberrechtsgesetz: Angst davor, daß eigene Autoren Mist bauen? Angst vor Zwang zur Deanonymisierung?

Wer heute Wikipedia aufruft, der gelangt nicht zum gewünschten Wikipedia-Artikel, sondern liest das untige Beklagen über das neue Urheberrechtsgesetz in der EU.

Wikipedia wäre gut beraten, wenn sie ihren politisch und ideologisch motivierten Autoren einmal sagen würden, daß sie sauber schreiben sollen und es sich bei Wikipedia um ein Lexikon handelt, nicht um ein Agitationsinstrument.

Noch schlimmer sind hier nur noch die – offenkundig zahlreichen – Autoren wie Benutzer Feliks alias Jörg Egerer bzw. Jörg Matthias Grünewald, die im Dunkel der Wikipedia-Anonymität ihre Macht dazu nutzen, um persönliche Fehden auszutragen. Also von Leuten, die sich nicht mögen, wie z. B. ehemaligen Klassenkameraden, die heute prominent geworden sind – im Gegensatz zu ihm – einfach die Wikipedia-Artikel negativ umschreiben, um nur eines dieser schrecklichen / erschreckenden Beispiele anzuführen, das die Öffentlichkeit dank Dirk Pohlmann und Markus Fiedler sowie der Gruppe42 nun weiß.

Angst vor Deanonymisierung? Oder wirklich nur vor dem Urheberrechtsgesetz?

Wenn das neue Urheberrechtsgesetz vor dem Wikipedia so Angst hat, kommt, hieße das wohl in der Konsequenz auch, daß das heimliche anonyme Schreiben und Agitieren (mißliebige Leute negativ darstellen, Leute, die der Wikipedia-Autor mag, positiver darstellen) nicht mehr geht.

Weil wegen der Urheberrechtshaftung möglicherweise Wikipedia gezwungen sein könnte, die Autoren nicht mehr anonym agieren zu lassen?

Es fällt jedenfalls auf, daß Wikipedia die Institution ist, die am lautesten gegen das neue EU-Urheberrechtsgesetz schreit.

Hier das, was aktuell wieder einmal auf der Wikipedia-Seite kommt:

DIES IST UNSERE LETZTE CHANCE. HELFEN SIE UNS, DAS URHEBERRECHT IN EUROPA ZU MODERNISIEREN.

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

warum können Sie Wikipedia nicht wie gewohnt benutzen? Die Autorinnen und Autoren der Wikipedia haben sich entschieden, Wikipedia heute aus Protest gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform abzuschalten. Dieses Gesetz soll am 26. März vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das freie Internet erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleinste Internetplattformen müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels fehler- und missbrauchsanfälliger Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten alle Webseiten für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Beides zusammen könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit erheblich beeinträchtigen.

Obwohl zumindest Wikipedia ausdrücklich von Artikel 13 der neuen Urheberrechtsrichtlinie ausgenommen ist (allerdings nicht von Artikel 11), wird das Freie Wissen selbst dann leiden, wenn Wikipedia eine Oase in der gefilterten Wüste des Internets bleibt.

Gegen die Reform in ihrer gegenwärtigen Fassung protestieren auch rund fünf Millionen Menschen in einer Petition, 145 Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen, Wirtschafts- und IT-Verbände (darunter Bitkom, der deutsche Start-Up-Verband oder der Chaos-Computer-Club), Internet-Pioniere wie Tim Berners-Lee, Journalistenverbände sowie Kreativschaffende.

Wir bitten Sie deshalb darum, die Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu kontaktieren und sie über Ihre Haltung zur geplanten Reform zu informieren.

Danke.

 

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